Schule überzeugt bereits bei der ersten Bewerbung
Zusätzlich ausgezeichnetes Kinoprojekt macht Nachhaltigkeit zum gemeinsamen Erlebnis
23.10.2026
Die FOSBOS Neuburg darf sich künftig „Klimaschule Gold“ nennen. Das feierte die Schule am 19.Oktober. Mit der schon in eine Woche zuvor durch Professor Harald Lesch sowie seine Frau Caecilia Scorza-Lesch überreichten Auszeichnung wird das Engagement der Schule für Klimaschutz und Nachhaltigkeit gewürdigt. Besonders bemerkenswert: Bereits mit ihrer ersten Bewerbung erreichte die FOSBOS die höchste Zertifizierungsstufe. Zusätzlich erhielt sie einen Sonderpreis für ihr Kinoprojekt zum Thema Nachhaltigkeit, das Schülerinnen und Schüler über das Klassenzimmer hinaus zum Nachdenken und zum Austausch anregt.
Den entscheidenden Anstoß für die Bewerbung gab Martina Wenzel, Weitere Ständige Vertreterin der Schulleiterin. Cornelia Euringer-Klose, Nachhaltigkeitsbeauftragte der FOSBOS Neuburg, übernahm die fachlich fundierte Ausarbeitung der Bewerbung und brachte ihre Expertise aus dem BNE-Team Bayern ein. Gemeinsam mit Ben Wipfler und Isabel Altrichter engagierte sie sich mit großem ehrenamtlichem Einsatz über ein Jahr lang dafür, das Projekt umzusetzen.
Dabei zog die gesamte Schulfamilie an einem Strang. Planungen, Vorbereitungen und konkrete Maßnahmen wurden systematisch entwickelt, umgesetzt und kontinuierlich weitergedacht. Dass unter den konkreten Maßnahmen auch viele Ideen der Schülerinnen und Schüler waren, machte die Verantwortlichen dabei besonders stolz.
Dass die FOSBOS auf diesem Weg bereits Erfahrung mitbrachte, zeigt eine weitere Auszeichnung: Seit 2014 trägt die Schule den Titel „Umweltschule in Europa, Internationale Nachhaltigkeitsschule“. Die Zertifizierung als Klimaschule Gold knüpft an dieses Engagement an und führt es in einem erweiterten Rahmen fort. Sie steht somit nicht nur für neue Ideen, sondern ebenso für die konsequente Weiterentwicklung bewährter Aktivitäten.
Im Mittelpunkt standen dabei ganz konkrete Fragen des Schulalltags: Wie können Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler klimafreundlicher zur Schule gelangen? Wo lässt sich der Energieverbrauch des Schulgebäudes reduzieren? Wie kann nachhaltige Ernährung im Schulalltag stärker berücksichtigt werden? Und wie lassen sich Abfälle vermeiden und Recyclingmöglichkeiten verbessern? Auch Pflanzaktionen und mehr Grün in den Klassenzimmern wurden in den Blick genommen. Sie können nicht nur das Bewusstsein für die Natur stärken, sondern auch zu einer angenehmeren Lernatmosphäre beitragen.
Die Maßnahmen orientieren sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen, denen sich die Schule verpflichtet hat. Damit wird Klimaschutz nicht auf einzelne Aktionen beschränkt, sondern als umfassende Aufgabe verstanden, die zahlreiche Bereiche des schulischen Lebens miteinander verbindet und, wie Schulleiterin Dr. Eva Hertle in ihrem Grußwort betonte, auch außerhalb der Schule wirksam werden kann.
Auch die Feier zur Zertifizierung machte deutlich, dass Nachhaltigkeit an der FOSBOS nicht allein als organisatorisches oder ökologisches Vorhaben verstanden wird. Die stellvertretende Landrätin Sabine Schneider und die Neuburger Bürgermeisterin Helena Schlusnus gratulierten der Schule zur Auszeichnung und würdigten ihren Einsatz. Für einen besonders persönlichen Akzent sorgten Schülerinnen und Schüler, die eigene lyrische Texte zum Gedanken der Nachhaltigkeit verfasst hatten, diese bei der Feier vortrugen und damit durchaus nachhaltig zum Nachdenken anregten.
Die Auszeichnung als Klimaschule Gold ist damit Anerkennung und Ansporn zugleich. Sie zeigt, was durch das Zusammenspiel engagierter Lehrkräfte, motivierter Schülerinnen und Schüler und einer unterstützenden Schulgemeinschaft erreicht werden kann. Es sei wichtig, dass an der FOSBOS Neuburg Nachhaltigkeit auch künftig nicht nur ein Thema im Unterricht bleibt, sondern im täglichen Miteinander sichtbar und erlebbar wird, wie Martina Wenzel in ihrer Ansprache noch einmal besonders betonte.