Menü
Mit offenen Augen für die Herausforderungen des Alltags

Chemieunterricht einmal anders

Schülerinnen und Schüler der FOSBOS Neuburg machen bei der Aktion „Barrieren ankreiden“ der Stadt Neuburg mit

30.10.2026

Atome und Moleküle sind so klein, dass wir sie mit bloßem Auge nicht sehen können. Im Chemieunterricht beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler daher häufig mit Dingen, die für uns unsichtbar sind. Auch im Alltag gibt es Hindernisse, die viele Menschen nicht wahrnehmen – zumindest solange sie nicht selbst betroffen sind.

Im Rahmen einer besonderen Chemieunterrichtsstunde galt es für die Schülerinnen und Schüler für viele im Alltag unsichtbare Stellen sichtbar zu machen. Sie wechselten die Perspektive und versetzten sich in die Lage von Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Dabei wurde schnell deutlich, dass kleine Unwegsamkeiten wie Bordsteine, Schlaglöcher, lose Pflastersteine oder beschädigte Gehwege für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen große Herausforderungen darstellen können. Aber auch fehlende Beschilderung, zu kleine Schrift auf wichtigen Hinweisschildern können Hindernisse darstellen.

Die Aktion „Barrieren ankreiden“, die von Oberbürgermeister Herr Schoder initiiert wurde, verfolgt das Ziel, Neuburg noch inklusiver und barrierefreier zu gestalten. Herr Eszlinger von INKITA, die diese Aktion unterstützen, stellte den Schülerinnen und Schülern die Aktion vor und stattete sie mit Straßenkreiden aus.

Anschließend machten sich die Jugendlichen auf den Weg, Barrieren im Stadtgebiet zu entdecken, mit Kreide zu markieren und fotografisch zu dokumentieren. Es fanden sich dabei zahlreiche Hindernisse, die im Alltag oft übersehen werden. Die Bilder wurden an die eigens eingerichtete E-Mail-Adresse „barrierefrei@neuburg-donau.de“ gesendet. Die gemeldeten Stellen werden nun von den zuständigen Fachstellen geprüft und nach Möglichkeit zeitnah beseitigt.

Die Aktion zeigte eindrucksvoll, wie wichtig ein Perspektivwechsel sein kann und wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, die Stadt ein Stück barrierefreier zu machen.