Ein Schritt in die Zukunft
Am Donnerstag, den 24.07.2025, startete offiziell der Weg der FOSBOS Neuburg zur Klimaschule Bayern – gemeinsam mit Persönlichkeiten aus Politik, Vertreterinnen und Vertretern anderer Schulen, Presse-vertreter, Mitglieder der Universität, der Sachaufwandsträger, aber auch mit der Nachbarschaft. Die Auftaktveranstaltung war weit mehr als ein symbolischer Akt – sie war ein lebendiger Auftakt, der Vision, Praxis und Partizipation miteinander verband. Schon im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Konzepten für mehr Nachhaltigkeit auseinandergesetzt, sodass die Veranstaltung auf einem Fundament aus Kreativität, Engagement und Wissen aufgebaut war.
Die Eröffnung der Veranstaltung erfolgte durch Martina Wenzel, Weitere Ständige Vertreterin der Schulleiterin an der FOSBOS, sowie Landrat Peter von der Grün. In ihren Reden machten sie deutlich, wie wichtig individuelles und gemeinschaftliches Engagement für den Klimaschutz ist. Sie motivierten die Jugendlichen, aktiv Ideen einzubringen, umzusetzen und Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen.
Ein besonders kraftvolles Zeichen wurde mit der Pflanzung eines Apfelbaums und dem Vergraben einer Zeitkapsel gesetzt. In die Kapsel legten die Schülerinnen und Schüler ihre Wünsche und Ideen für das Schulleben an der FOSBOS Neuburg im Jahr 2030 – inspiriert von der Agenda 2030. Sie symbolisiert die Verantwortung jeder Generation und die Vision einer Schule, die gemeinsam in die Zukunft denkt. Der Apfelbaum, gesegnet von zwei Pfarrern, steht nicht nur symbolisch für Wachstum und Nachhaltigkeit, sondern erfüllt auch eine ganz praktische Funktion: Er spendet Schatten im Pausenhof und wirkt im Sommer wie eine natürliche Klimaanlage.
Passend zum gepflanzten und Schatten spendenden Apfelbaum war die Installation von Temperatur-sensoren im Pausenhof, direkt unter einen bereits bestehenden benachbarten großen Baum und auf dem Pflaster. So können die Schülerinnen und Schüler live messen, wie kühl es unter dem Baum im Vergleich zum freien Pflaster ist. Die Werte werden auf einem vom Pausenhof aus gut sichtbaren Monitor hinter einem Fenster angezeigt und machen die Wirkung von Grünflächen auf das Mikroklima anschaulich – ein Experiment, das Forschergeist weckt und Nachhaltigkeit messbar macht.
Die Zeitkapsel wird bis 2030 im Boden bleiben, um dann zu prüfen, ob die Wünsche der Jugendlichen Wirklichkeit geworden sind. Auch der kleine Apfelbaum wird bis dahin hoffentlich zu einem stattlichen, schattenspendenden Baum herangewachsen sein – ein lebendiges Symbol dafür, dass nachhaltige Veränderung Zeit, Pflege und gemeinsames Engagement braucht.