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Exkursion des Seminars „Klima- und Umweltschutz im Experiment erfahren“ ins Deutsche Museum

22.09.2026

Im Juli besuchten die Mitglieder des Seminars „Klima- und Umweltschutz in Experimenten erfahren“ gemeinsam mit ihrer Seminarlehrkraft Cornelia Euringer-Klose das Deutsche Museum in München. Höhepunkt war der Besuch des Planetary Health Living Lab, das innovative Lösungen an der Schnittstelle von Umwelt, Gesundheit und nachhaltiger Entwicklung vorstellte. Im Mittelpunkt standen unter anderem Materialien der Zukunft, gesundes Bauen sowie Biodiversität und Böden. 

Besonders spannend wurde es beim praktischen Workshop: Die Schülerinnen und Schüler durften selbst Hand anlegen und ein Substrat mit Pilzmyzel beimpfen. Das feine Pilzgeflecht kann auf organischen Reststoffen wachsen und diese zu leichten, formbaren und biologisch abbaubaren Materialien verbinden. Daraus lassen sich beispielsweise Bauteile und Dämmstoffe, Verpackungen, Lederalternativen oder Textilien herstellen. Auch innovative Verfahren wie die Verbindung von Myzel und 3D-Druck eröffnen neue Möglichkeiten für ressourcenschonendes Bauen. 

Damit wurde auch die mögliche Bedeutung von Pilzen für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft greifbar. Beim Wachstum wird Kohlenstoff in der Biomasse gebunden. Gleichzeitig können organische Reststoffe als Ausgangsmaterial genutzt und energieintensiv hergestellte Materialien wie bestimmte Kunststoffe, Dämmstoffe oder andere konventionelle Werkstoffe teilweise ersetzt werden. Dadurch können Ressourcen geschont und – abhängig von Herstellung, Nutzung und Entsorgung – auch Treibhausgasemissionen eingespart werden. Entscheidend ist dabei stets die gesamte Ökobilanz: Myzelwerkstoffe sind nicht automatisch klimaneutral, bieten aber interessante Ansätze für eine biobasierte Kreislaufwirtschaft. 

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Pilze begeisterten die Teilnehmenden und regten unmittelbar zum Weiterdenken an. Insbesondere das Potenzial des Pilzmyzels wurde zum Ideengeber für Seminararbeiten und neue Jugend-forscht-Projekte. So wurde aus dem Museumsbesuch nicht nur ein spannender Einblick in aktuelle Forschung, sondern ein konkreter Impuls für eigene Experimente und Forschungsfragen.