Hospizarbeit und Palliative Care
Im Rahmen der fachpraktischen Anleitung durfte die Klasse FG11b Frau Heske aus Ingolstadt zu einem besonderen Vortrag begrüßen. Sie stellte ihr Herzensthema – die Hospiz- und Palliativarbeit – vor und widmete sich dabei der Frage, was unter einem guten Sterben zu verstehen ist.
Zu Beginn griff Frau Heske die Worte von Dr. Cicely Saunders, der Begründerin der Hospiz- und Palliativbewegung, auf: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Dieses Zitat verdeutlicht den Grundgedanken, Menschen am Lebensende ein würdevolles und möglichst beschwerdearmes Leben zu ermöglichen.
Im weiteren Verlauf erläuterte sie wichtige Begrifflichkeiten sowie belastende Symptome am Lebensende. Dabei wurde deutlich, dass die Bedürfnisse sterbender Menschen weit über die rein medizinische Versorgung hinausgehen. Hilfe bedeutet oft, da zu sein, zuzuhören, Gesprächsangebote zu schaffen und Angehörige zu unterstützen.
Besonders eindrucksvoll war ein Filmbeitrag, der die körperlichen Veränderungen während des Sterbeprozesses veranschaulichte. Dabei wurde vermittelt, dass unser Körper nicht nur über ein „Programm“ für Entwicklung und Wachstum verfügt, sondern auch über eines, das ein gutes Sterben ermöglicht.
Darüber hinaus informierte Frau Heske über die Begleitung in Hospizen und auf Palliativstationen. Obwohl viele Menschen den Wunsch haben, zu Hause zu sterben, verstirbt fast die Hälfte aller Menschen im Krankenhaus. Umso wichtiger ist es, Betroffene und Angehörige frühzeitig zu unterstützen.
Der Vortrag machte deutlich, dass es neben einer Ersten Hilfe auch eine „Letzte Hilfe“ braucht, wozu Wissen, Verständnis und Menschlichkeit im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer gehören. Die Schülerinnen und Schüler erhielten wertvolle Einblicke in ein sensibles Themenfeld und nahmen viele Denkanstöße für ihren privaten und zukünftigen beruflichen Weg mit.