Prävention statt Infektion: der jährliche HIV-Vortrag

27.11.2023

Die gesundheitliche Aufklärung, insbesondere die Prävention von HIV und Geschlechtskrankheiten, ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Schullebens an der FOSBOS Neuburg und der Vortrag von Dr. Stefan Zippel von der LMU ein fester Bestandteil im Terminkalender. Ebenso die Spenden, die im Rahmen des Vortrags gesammelt werden und einem Verein zugute kommen, der sich um HIV-Infizierte sowie deren Angehörigen und Freunde kümmert. Markus Mißlbeck, Bio- und Chemielehrer, organisiert Vortrag und Spendensammlung Jahr für Jahr und freut sich, zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember eine Spende von 520 Euro übermitteln zu können.

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Sex ist unter Jugendlichen ein großes Thema. Daher ist es von besonderer Bedeutung zu wissen, mit welchen Krankheiten man sich anstecken kann und welch schwerwiegende Folgen diese Infektionen haben können, wenn sie nicht frühzeitig behandelt werden, so Zippel. Prävention statt Infektion, so das Motto des Vortrags.

„Gib Aids keine Chance“ – der Slogan dürfte jedem bekannt sein. Doch noch immer infizieren sich rund 2500 Personen jährlich in Deutschland mit dem Virus, fast 700 Personen sterben daran. Aufklärung ist hier von besonderer Wichtigkeit.

An Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, Gonorrhö und Chlamydien, denkt man beim Sex nur selten. Das mag der Grund sein, dass deren Verbreitung wieder zunimmt. Neben Unannehmlichkeiten wie Ausschläge, Juckreiz und Schmerzen, können Chlamydien bis hin zu Unfruchtbarkeit führen. Sogar Tod durch Organversagen kann die Folge von Syphilis sein, wenn man die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt.

Neben den Geschlechtskrankheiten hob der Stefan Zippel auch die Bedeutung der HPV-Impfung hervor, die bei beiden Geschlechtern Tumore verhindern kann, die durch Humane Papillomaviren entstehen. Weltweit starben im letzten Jahr 340 000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, der von HP-Viren ausgelöst wurde. Die Impfung, die von der Krankenkasse bezahlt wird, schützt davor.

Ein ganz besonderes Anliegen Zippels ist das Einschreiten gegen Ablehnung, Diskriminierung und Gewalt von LGBTIQ-Jugendlichen. Als "Schule ohne Rassismus" setzt sich die FOSBOS für die Gleichbehandlung aller ein und stellt sich schützend vor diese Personen.

Im Rahmen des Vortrags konnten Spenden in Höhe von 520 Euro gesammelt werden. Sie kommen auch in diesem Jahr dem Verein für Psychosoziale Betreuung im Klinikum der Universität München e.V. zugute. Diese Einrichtung kümmert sich um die Betreuung von HIV-Infizierten und an Aids erkrankten Personen sowie um deren Angehörige und Freunde.