SchülerInnen der FOSBOS Neuburg werden Rohstoffretter

27.04.2022

„Jeder von uns hat alte, kaputte oder einfach nicht mehr benutzte Handys zuhause in einer Schublade liegen. Die wenigstens wissen aber, dass in jedem Handy wertvolle Rohstoffe enthalten sind, die man recyceln kann“, erklärt Florian Appel, ein Lehrer des ErasmusPlus-Teams der Fach- und Berufsoberschule Max-von-Pettenkofer in Neuburg.

Er hat deswegen mit seinen KollegInnen Marina Koppold, Tanja Büchl und Stefan Lehmeier und insgesamt über 30 SchülerInnen in diesem Schuljahr eine groß angelegte Handy-Sammelaktion ins Leben gerufen, bei der man seine alten Smartphones abgeben konnte, damit diese von einer Landshuter Firma recycelt werden.

In einem Zeitraum von sechs Wochen konnten Schülerinnen und Schüler vor Weihnachten ihre alten Geräte für einen guten Zweck abgeben. „Wir waren selbst überwältigt davon, wie sehr die Schüler die Aktion unterstützt haben. Eine Schülerin hat sogar 19 Smartphones abgegeben. Da waren auch noch alte Klapphandys dabei“, schmunzelt Florian Appel. Die Schülerin heißt Johanna Landes und durfte sich wie Quirin Großhauser und Rebecca Grolya  als Preis für ihr großes Engagement über einen Gutschein der auffüllBar in Neuburg freuen. Außerdem ging ein weiterer Preis, ein Präsentkorb voller fair erzeugter Produkte, an die Klasse BW13/FS13, die am meisten Handys gesammelt hat.

Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Fairtrade werden an der FOSBOS Neuburg eben groß geschrieben. Der Erlös der insgesamt 250 gesammelten Mobiltelefone wird deswegen der Gärtnerei Spatenstich des Caritas Verbands Neuburg Schrobenhausen e.V. gespendet. Diese setzt auf regionale und saisonale Produkte und unterstützt darüber hinaus sozial benachteiligte Menschen.

„Wir wollen aber auch über die Grenzen Neuburgs hinaus etwas bewirken“, erklärt Appel. Die Handysammelaktion wurde nämlich in Kooperation mit den ErasmusPlus-Partnerschulen aus Irland und Schweden durchgeführt, mit denen die FOSBOS seit 2021 unter dem Motto „RE³ - REplace, REduce and REuse“ zusammenarbeitet.

Auch im restlichen Schuljahr sind einige ErasmusPlus-Projekte geplant. So finden demnächst eine große Müllsammelaktion, ein interkultureller Workshop und digitale Austauschrunden mit den Schülerinnen und Schülern der Partnerschulen statt. Im nächsten Schuljahr soll das internationale Projekt dann mit neuen interessierten SchülerInnen auf Auslandsfahrten zu den Partnerschulen in Irland und Schweden weitergeführt werden.