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Rollstuhlerfahrung hautnah:

Perspektiven wechseln, Inklusion erleben

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13.05.2026

Auch in diesem Schuljahr wurde an unserer Schule wieder ein Selbsterfahrungsworkshop zum Thema Rollstuhlfahren angeboten. Unter der Leitung von Sebastian Riesinger (FS13) erhielten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte die Möglichkeit, sich intensiv mit den Herausforderungen und Chancen von Mobilität im Rollstuhl auseinanderzusetzen. 

Zu Beginn gewährte Sebastian, selbst Rollstuhlnutzer und leidenschaftlicher Rollstuhlbasketballer, sehr persönliche Einblicke in seinen Alltag. Er schilderte anschaulich, mit welchen Barrieren er im öffentlichen Raum konfrontiert ist, aber auch, welche Fortschritte im Sinne der Inklusion bereits erzielt wurden. Seine offene und authentische Art machte es den Teilnehmenden leicht, sich auf das Thema einzulassen. 

Im praktischen Teil des Workshops konnten alle Teilnehmenden selbst aktiv werden: Das Fahren im Rollstuhl wurde sowohl im Schulgebäude als auch im Außenbereich erprobt. Dabei wurde schnell deutlich, wie viel Geschick, Kraft und Koordination erforderlich sind, um alltägliche Situationen zu meistern – sei es das Durchqueren enger Räume oder das Überwinden kleinerer sowie größerer Hindernisse. 

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Rollstuhlbasketball. Nach einer Einführung in grundlegende Fahr- und Balltechniken sowie das Regelwerk ging es direkt aufs Spielfeld. Unter Sebastians Anleitung übten die Teilnehmenden Dribbling, Passen und gezieltes Werfen – und stellten dabei fest, wie anspruchsvoll es ist, gleichzeitig den Rollstuhl zu kontrollieren und das Spiel im Blick zu behalten. 

Der Workshop bot damit erneut weit mehr als nur theoretisches Wissen: Durch das eigene Erleben und insbesondere durch die intensive sportliche Erfahrung konnten die Teilnehmenden einen nachhaltigen Perspektivwechsel vollziehen.