Schubladendenken ade!
Warum urteilen wir oft über Menschen, bevor wir sie überhaupt kennen? Woher kommen Vorurteile und wie beeinflussen sie unser Zusammenleben?
Vorurteile begegnen uns überall – im Alltag, in den sozialen Medien und wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, nicht selten in auch in unseren eigenen Gedanken. Um dieses komplexe Thema nicht nur theoretisch zu behandeln, haben die Mitglieder des Wahlpflichtfaches Sozialpsychologie ein kreatives Forschungsprojekt dazu absolviert.
Was als theoretische Einführung im Unterricht begann, mündete in eine mehrwöchige Projektphase, in der die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich und kreativ gesellschaftliche Denkmuster hinterfragten. Ziel des Projekts war es, sozialpsychologische Zusammenhänge nicht nur zu verstehen, sondern diese auch für andere sichtbar zu machen und kritisch zu reflektieren.
Die Teilnehmenden konnten dabei aus verschiedenen Aufgabenformaten wählen, um ihre individuellen Stärken einzubringen. Ein Teil der Schüler entschied sich für einen empirischen Ansatz und führte umfangreiche Umfragen durch. Andere setzten auf die visuelle Kraft der Bildsprache: Es entstanden großformatige Kampagnenplakate und Collagen, die durch starke Symbole und eine bewusste Farbwirkung zur Überwindung von Klischees aufriefen. Auch die Fotografie diente als Medium, um Vorurteile in realistischen Alltagssettings zu inszenieren und unter anderem die Macht des ersten Eindrucks einzufangen.
Begleitet von ihren Lehrkräften Frau Thomas und Herrn Wipfler übernahmen die Schülerinnen und Schüler die volle Verantwortung für die Planung, Recherche und gestalterische Umsetzung ihrer Arbeiten. Die eingereichten Ergebnisse zeigten eine beeindruckende Tiefe in der Auseinandersetzung mit dem Thema. Neben der rein fachlichen Arbeit schulten die Jugendlichen so ihre Medienkompetenz und ihr Reflexionsvermögen.
Das Projekt macht somit deutlich, dass sozialpsychologische Themen weit über den Klassenraum hinausreichen: Sie können den Blick für ein respektvolles Miteinander schärfen und halten dazu an, die eigenen „Schubladen im Kopf“ immer wieder kritisch zu hinterfragen.
Zu sehen sind einige besonders gelungene Beispiele, deren Veröffentlichung die betreffenden Schülerinnen zugestimmt haben und welche hier namentliche Erwähnung finden sollen:
Bild 1: Collage - Marisa Huber, FG12b
Bild 2: Collage – Lena Wolf, FG12b
Bild 3: Kampagnenplakat – Kristina Neufeld, FG13
Bild 5: Kampagnenplakat – Robina Vorwalter, FS13